Was kostet eine Website? Sechs Faktoren bestimmen den Aufwand
Was eine Website kostet, hängt vom Aufwand ab, und den bestimmen sechs Faktoren: Umfang, Funktionen, Inhalte, Gestaltung, Umzug aus dem Bestand und Betreuung danach. Einen Betrag, der für jeden Betrieb stimmt, gibt es nicht. Wer die Faktoren kennt, kann Angebote vergleichen und weiß, an welchen Stellen sich Aufwand sparen lässt.

Kurz gesagt
- Die Zahl der Seiten und Seitentypen wirkt stärker auf den Aufwand als die Gestaltung.
- Jede Funktion wie Shop, Buchung oder Rechner ist ein eigener Teil mit Planung, Anbindung und Test.
- Fertige Texte und Bilder verkürzen ein Projekt spürbar, fehlende Inhalte ziehen es in die Länge.
- Zwei Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn beide denselben Umfang beschreiben.
Warum es auf die Frage keine einzelne Zahl gibt
Die Frage nach dem Preis einer Website ähnelt der Frage, was ein Umbau kostet. Ein neuer Anstrich im Flur und ein ausgebautes Dachgeschoss heißen beide Umbau. Bei Websites ist die Spannweite ähnlich groß: Der Auftritt eines Einzelunternehmers mit fünf Seiten und der Shop eines Händlers mit Zahlungsarten und Versandregeln haben außer dem Namen wenig gemeinsam.
Seriös rechnen lässt sich erst, wenn der Umfang feststeht. Deshalb nennt dieser Beitrag keinen Betrag. Er zeigt die sechs Stellschrauben, an denen jedes Angebot hängt, und woran du erkennst, ob ein Angebot vollständig ist. Wie bei uns aus einem Gespräch ein schriftliches Angebot wird, steht auf der Seite Kosten und Angebot.
Faktor 1: Umfang und Struktur der Seiten
Den größten Einfluss hat die Frage, wie viele Seiten entstehen und wie unterschiedlich sie aufgebaut sind. Jede Seite braucht eigene Inhalte, eigene Überschriften und eine eigene Abstimmung. Ein Malerbetrieb mit Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt liegt in einer anderen Größenordnung als eine Praxis mit zwölf Behandlungsseiten, Teamseite und drei Standorten.
Entscheidend sind dabei die Seitentypen. Wiederholt sich ein Aufbau, entsteht einmal eine Vorlage, und jede weitere Seite wird daraus abgeleitet. Zehn Leistungsseiten nach demselben Muster machen deshalb deutlich weniger Arbeit als zehn Seiten mit jeweils eigenem Aufbau. Auch eine zweite Sprache zählt hier hinein: Die Gestaltung bleibt gleich, Texte und Pflege fallen doppelt an.
Faktor 2: Funktionen, die über das Lesen hinausgehen
Solange Besucher nur lesen und ein Formular ausfüllen, bleibt die Technik überschaubar. Aufwendiger wird es, sobald die Website selbst etwas erledigen soll.
- Onlineshop: Artikel, Varianten, Zahlungsarten, Versand, Rechtstexte und Bestellmails müssen eingerichtet und einzeln getestet werden.
- Terminbuchung: Die Buchung braucht einen Kalender, Regeln für freie Zeiten, Bestätigungen und einen Weg für Absagen.
- Rechner und Konfiguratoren: Hinter jedem Ergebnis steckt eine Logik, die der Betrieb vorher festlegen muss.
- Geschützte Bereiche: Anmeldung, Rollen und Passwortwege sind eigene Bausteine mit eigenen Tests.
- Schnittstellen: Soll die Website Daten an eine Warenwirtschaft, eine Kundenverwaltung oder einen Newsletter-Dienst übergeben, wächst der Abstimmungsbedarf.
Bei einem Onlineshop oder einer Online-Buchung entfällt ein großer Teil der Arbeit auf Einrichtung und Test, weniger auf das Aussehen. Wer unsicher ist, startet ohne die Funktion und ergänzt sie später. Das gelingt, wenn die Technik von Anfang an darauf ausgelegt ist.
Faktor 3: Wer Texte und Bilder liefert
Inhalte sind der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird. Eine Website ohne Texte ist ein leeres Regal. Liegen fertige Texte, aktuelle Fotos und ein Logo in brauchbarer Qualität vor, verkürzt das die Umsetzung erheblich. Müssen Texte erst geschrieben, Bilder bearbeitet oder Aufnahmen gemacht werden, sind das eigene Arbeitsschritte.
Typisch ist folgender Verlauf: Der Betrieb will die Texte selbst schreiben, im Tagesgeschäft bleibt dafür keine Zeit, und das Projekt steht wochenlang still. Ehrlicher ist es, die Frage vorher zu klären. Entweder gibt es im Betrieb jemanden mit einem festen Zeitfenster dafür, oder das Texten gehört ins Angebot.
Faktor 4: Wie viel neu gestaltet wird
Gibt es bereits ein Logo, feste Farben und Schriften, baut die Website darauf auf. Die Gestaltung folgt dann dem, was auf Fahrzeugen, Briefpapier und Schildern schon zu sehen ist. Fehlt dieses Fundament, muss es zuerst entstehen, und das ist ein eigener Auftrag neben der Website.
Auch der Anspruch an die Gestaltung zählt. Eine klare, ruhige Umsetzung ist schneller fertig als ein Auftritt mit eigens gezeichneten Grafiken, Animationen und einer eigenen Bildsprache. Beides kann richtig sein. Ein Steuerbüro braucht selten Bewegung im Bild, ein Studio für Innenausbau lebt davon, dass schon die Seite selbst gut aussieht.
Faktor 5 und 6: Umzug aus dem Bestand und Betreuung danach
Ersetzt die neue Website eine alte, kommt der Umzug dazu. Inhalte werden übertragen, alte Adressen weitergeleitet und Bilder neu aufbereitet. Bei einem Relaunch mit vielen gewachsenen Seiten ist das ein spürbarer Teil des Projekts, bei einer Neugründung entfällt er ganz.
Nach dem Start laufen Posten weiter, die in keinem Projektpreis stecken: Domain, Hosting, E-Mail-Postfächer und je nach Ausstattung Lizenzen für Erweiterungen. Dazu kommt die Pflege. Updates, Sicherungen und kleine Änderungen lassen sich einzeln beauftragen oder als Wartung in festen Abständen vereinbaren. Ein vollständiges Angebot nennt diese laufenden Posten getrennt vom Projekt.
Was den Aufwand senkt und was ihn hebt
| Faktor | Senkt den Aufwand | Hebt den Aufwand |
|---|---|---|
| Umfang | Wenige Seitentypen, die sich wiederholen | Viele Seiten mit jeweils eigenem Aufbau |
| Funktionen | Kontaktformular und Anrufknopf | Shop, Buchung, Rechner, Anmeldung |
| Inhalte | Texte und Fotos liegen fertig vor | Texte, Bilder und Aufnahmen entstehen im Projekt |
| Gestaltung | Logo, Farben und Schriften sind vorhanden | Das Erscheinungsbild wird neu entwickelt |
| Bestand | Neugründung ohne alte Seite | Umzug vieler Inhalte und Adressen |
| Abstimmung | Eine Person entscheidet | Mehrere Runden mit wechselnden Beteiligten |
Der günstigste Zeitpunkt für Änderungen ist der Seitenplan. Was dort gestrichen oder ergänzt wird, ändert eine Zeile. Derselbe Wunsch nach der Umsetzung bedeutet ein Vielfaches an Arbeit.
So werden zwei Angebote vergleichbar
Zwei Angebote mit unterschiedlichen Summen beschreiben fast immer unterschiedliche Leistungen. Bevor du die Zahlen nebeneinanderlegst, lohnt ein Blick auf den Inhalt. Diese Fragen helfen dabei:
- Wie viele Seiten und Seitentypen sind enthalten, und wie wird eine weitere Seite berechnet?
- Wer schreibt die Texte, und wer besorgt die Bilder?
- Welche Funktionen gehören dazu, und wie werden sie getestet?
- Wie viele Korrekturrunden sind vorgesehen?
- Sind Weiterleitungen, Seitentitel und Beschreibungen für Suchmaschinen Teil der Leistung?
- Wem gehören am Ende Domain, Zugänge und Nutzungsrechte?
- Was läuft nach dem Start weiter, und wie ist die Pflege geregelt?
Ein gutes Angebot nennt auch, was nicht enthalten ist. Das wirkt im ersten Moment kleinlich, verhindert aber den Streit, der sonst mitten im Projekt entsteht. Bei uns gehen alle Rechte an den Kunden, und das Erstgespräch von 30 Minuten ist kostenfrei.









