Bestehende Seite erneuern

Website-Relaunch ohne die Sichtbarkeit zu verlieren

Ein Relaunch tauscht mehr als die Optik. Struktur, Tempo und Adressen entscheiden darüber, ob die neue Seite besser läuft als die alte oder schlechter.

Neu bauen heißt nicht, von vorn anfangen.

Eine gewachsene Website hat Wert, auch wenn sie alt aussieht. Sie hat Adressen, die in Verzeichnissen und E-Mail-Signaturen stehen, Seiten, die bei Google gefunden werden, und Texte, in denen Fachwissen steckt. Ein Relaunch, der das ignoriert und einfach neu startet, wirft diesen Bestand weg. Danach sieht die Seite besser aus und bekommt weniger Besucher.

Deshalb beginnt ein Relaunch bei uns mit einer Bestandsaufnahme statt mit einem Entwurf. Welche Seiten gibt es, welche werden aufgerufen, welche halten Platzierungen, welche Adressen sind verlinkt? Erst danach wird entschieden, was bleibt, was zusammengelegt und was ersetzt wird. Die Gestaltung kommt später, sie ist der sichtbare, aber nicht der kritische Teil.

Wann eine Seite einen Relaunch braucht.

Auf dem Handy unbrauchbar

Der Auftritt stammt aus einer Zeit, in der Websites am Rechner gebaut wurden. Heute kommt der größte Teil der Besucher über das Handy. Wenn dort das Menü verrutscht, Schrift zu klein bleibt und Buttons daneben liegen, entscheidet sich vieles in den ersten Sekunden gegen den Betrieb.

Zu langsam

Große Bilder, viele Erweiterungen und externe Dienste summieren sich zu Ladezeiten, die Besucher abspringen lassen. Tempo ist außerdem ein Kriterium, das Google misst. Beides zusammen macht Geschwindigkeit zu einem der stärksten Gründe für einen Neubau.

Die Struktur ist gewachsen

Über Jahre kamen Seiten dazu, wurden verschoben und kopiert. Jetzt gibt es drei Seiten zum selben Thema, tote Verweise und ein Menü mit vier Ebenen. Niemand findet mehr, was er sucht, und Google verteilt die Sichtbarkeit auf konkurrierende Seiten.

Die Technik ist stehen geblieben

Seit Jahren kein Update, ein Theme, das nicht mehr gepflegt wird, oder ein Dienstleister, der nicht mehr erreichbar ist. Das ist ein Sicherheitsrisiko und macht jede kleine Änderung zum Aufwand.

Was zu einem sauberen Relaunch gehört.

Der sichtbare Teil ist die Gestaltung. Der Teil, der über Erfolg entscheidet, liegt darunter.

Bestandsaufnahme

Wir ziehen eine Liste aller vorhandenen Adressen und sehen uns an, welche Seiten aufgerufen werden und für welche Suchbegriffe die Seite erscheint. Diese Liste ist die Grundlage für jede weitere Entscheidung.

Struktur neu ordnen

Doppelte Seiten werden zusammengelegt, wichtige Themen bekommen eine eigene Seite, das Menü wird flacher. Ein Relaunch ist der beste Zeitpunkt dafür, weil Adressen ohnehin angefasst werden.

Inhalte übernehmen

Texte, Bilder, Beiträge und Dateien wandern mit, überarbeitet statt kopiert. Inhalte, die niemand aufruft und die nichts beitragen, fallen bewusst weg und werden nicht heimlich gelöscht.

Gestaltung und Technik

Die neue Seite entsteht auf einer schlanken Grundlage, meist mit WordPress und UiCore Pro. Bilder werden in moderne Formate umgewandelt, Schriften liegen lokal, überflüssige Erweiterungen bleiben draußen.

Weiterleitungsplan

Jede alte Adresse bekommt ein Ziel auf der neuen Seite, möglichst die inhaltlich gleiche Seite. Der Plan entsteht schriftlich vor dem Umschalten und wird danach Zeile für Zeile geprüft.

Umschalten und Nachkontrolle

Der Livegang wird vorbereitet und nachbereitet. In den ersten Wochen beobachten wir Fehlerseiten, Positionen und Formulare, damit eine übersehene Adresse nicht wochenlang ins Leere läuft.

Warum Rankings bei einem Relaunch verloren gehen.

Der häufigste Grund sind fehlende Weiterleitungen. Wenn eine Seite von einer alten Adresse auf eine neue umzieht, muss die alte Adresse dauerhaft auf die neue verweisen. Passiert das nicht, landen Besucher und Suchmaschinen auf einer Fehlerseite. Alles, was diese Seite an Vertrauen und Verweisen aufgebaut hat, ist damit weg, und zwar oft erst Wochen später sichtbar.

Der zweite Grund ist Inhalt, der unterwegs verschwindet. Eine alte Leistungsseite mit achthundert Wörtern wird im neuen Design zu drei Zeilen neben einem großen Bild. Die Seite sieht aufgeräumter aus und beantwortet weniger Fragen. Wir gehen deshalb Seite für Seite durch: Was steckt hier an Inhalt drin, und wo findet er sich in der neuen Struktur wieder?

Der Umschalttag läuft nach Liste.

Vor dem Umschalten wird die Testumgebung für Suchmaschinen freigegeben, der Sperrvermerk entfernt und die Weiterleitungsliste eingespielt. Dann folgen Domain und Zertifikat, danach Sitemap und Anmeldung in der Google Search Console. Geprüft wird alles, was man leicht vergisst: Formulare, Postfächer, Downloads, verlinkte Dateien und Bildadressen. Die Website ist dabei nicht offline, sie wird umgeschaltet. Ein häufiger Stolperstein ist der Sperrvermerk der Testumgebung, der mit live geht und die neue Seite für Wochen unsichtbar macht.

Fünf Schritte vom Bestand zur neuen Seite.

  1. Bestand aufnehmen

    Adressen, Zugriffe, Platzierungen und verlinkte Dateien werden erfasst. Dazu kommt der Blick auf Domain, Hosting und Postfächer, weil daran der Umschalttag hängt.

  2. Struktur und Weiterleitungen

    Der neue Seitenplan entsteht, und parallel dazu die Liste, welche alte Adresse künftig wohin zeigt. Beides wird abgestimmt, bevor gestaltet wird.

  3. Neu bauen

    Gestaltung, Technik und Inhalte entstehen auf einer Testadresse, die für Suchmaschinen gesperrt ist. Du siehst den Stand laufend und gibst frei, was passt.

  4. Umschalten

    Am vereinbarten Tag gehen Domain, Weiterleitungen und Zertifikat auf die neue Seite. Danach werden Formulare, Postfächer und Fehlerseiten geprüft.

  5. Nachkontrolle

    In den folgenden Wochen beobachten wir Meldungen über Fehlerseiten und die Entwicklung in der Search Console. Übersehene Adressen bekommen nachträglich ihr Ziel.

Womit wir arbeiten

  • WordPress
  • Elementor
  • UiCore Pro
  • 301-Weiterleitungen
  • XML-Sitemap
  • Google Search Console
  • WebP
  • Core Web Vitals

Die neue Seite entsteht meist mit WordPress und UiCore Pro. Für Umzug und Kontrolle kommen Weiterleitungen, Sitemap und die Google Search Console dazu.

Was kostet ein Website-Relaunch? So entsteht der Preis.

Ein Relaunch wird nach Umfang und Komplexität kalkuliert. Entscheidend ist weniger die neue Gestaltung als das, was aus dem Bestand mitkommen muss.

Kosten im Überblick

Größe des Bestands

Zehn Seiten sind schnell übertragen. Mehrere hundert Adressen mit Beiträgen, Dateien und Bildern bedeuten Sichtung, Übernahme und eine lange Weiterleitungsliste.

Zustand der Inhalte

Gut gepflegte Texte wandern fast unverändert mit. Veraltete oder doppelte Inhalte müssen überarbeitet, zusammengeführt oder neu geschrieben werden.

Funktionen im Bestand

Shop, Buchung, Mitgliederbereich oder Formulare mit Anbindung sind eigene Projekte innerhalb des Relaunchs, weil Daten und Abläufe mitziehen müssen.

Umzug der Infrastruktur

Bleiben Domain, Hosting und Postfächer, wo sie sind, ist der Umschalttag kurz. Ein Anbieterwechsel mit E-Mail-Umzug ist ein eigener Arbeitsschritt.

Fragen

Fragen zum Website-Relaunch. Kurz beantwortet.

Verliere ich meine Platzierungen bei Google?

Nicht, wenn der Umzug sauber vorbereitet ist. Der kritische Punkt sind die Weiterleitungen: Jede alte Adresse muss dauerhaft auf die passende neue zeigen. Dazu kommt, dass Inhalte nicht heimlich zusammenschrumpfen dürfen. Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, ein dauerhafter Einbruch ist es nicht.

Wie lange ist meine Seite offline?

Gar nicht. Die neue Seite wird vollständig auf einer Testadresse gebaut und am vereinbarten Tag umgeschaltet. Besucher sehen entweder die alte oder die neue Seite, dazwischen liegt kein Wartungsfenster von Tagen.

Kann ich meine Texte behalten?

Ja, und oft ist das sinnvoll. Gerade Leistungsseiten mit Fachwissen sind wertvoll und sollten nicht gegen zwei Werbezeilen getauscht werden. Wir übernehmen solche Texte, kürzen Wiederholungen und ergänzen, was fehlt.

Was passiert mit meinen E-Mail-Adressen?

Solange die Domain bleibt und nur die Website umzieht, ändert sich an den Postfächern nichts. Steht ein Anbieterwechsel an, wird der E-Mail-Umzug getrennt geplant, damit keine Nachricht verloren geht. Mehr dazu unter E-Mail und Domains.

Muss ich dafür zu WordPress wechseln?

Meistens ist das der einfachste Weg, weil du die Seite danach selbst pflegen kannst. Zwingend ist es nicht. Wenn deine Seite viel eigene Logik enthält, kann eine eigene Anwendung die bessere Grundlage sein. Das klären wir in der Bestandsaufnahme.

Lohnt sich ein Relaunch oder reicht eine Überarbeitung?

Wenn Technik und Struktur tragen und nur die Optik stört, reicht oft eine Überarbeitung. Sobald das System nicht mehr gepflegt wird, die Seite langsam ist oder die Struktur nicht mehr passt, ist ein Neubau günstiger als ständiges Flicken. Diese Einschätzung bekommst du vorab, auch wenn sie gegen ein Projekt spricht.

Antwort innerhalb eines Werktags

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