WLAN nach Plan

WLAN-Planung für Unternehmen für Büro, Halle und Außenbereich

Wir sehen uns die Räume an, planen Zahl und Position der Access Points und messen nach der Installation nach. Damit die Verbindung dort steht, wo gearbeitet wird.

WLAN ist Physik, kein Zufall.

Funk verhält sich wie Licht: Er wird gedämpft, reflektiert und von bestimmten Materialien fast vollständig geschluckt. Deshalb lässt sich die Abdeckung eines Gebäudes nicht am Schreibtisch erraten. Ein Access Point mehr an der richtigen Stelle bringt oft mehr als drei Geräte, die sich gegenseitig stören.

Wir planen WLAN vom Nutzen her. Wo wird gearbeitet, mit welchen Geräten, wie viele gleichzeitig, wie bewegen sich Leute durch die Räume. Daraus ergibt sich, wie viele Access Points nötig sind, wo sie hängen, welche Frequenzen sie verwenden und wie die Netze getrennt werden.

Die Access Points brauchen Kabel und Strom über die Leitung. Wie diese Grundlage aussieht, steht unter Netzwerktechnik und Verkabelung. Eingesetzt wird meist Technik aus dem UniFi-System, weil sich alle Funkzellen dort an einer Stelle verwalten lassen.

Woran gutes WLAN im Betrieb scheitert.

Ein Gerät für das ganze Haus

Der Router vom Anbieter steht im Büro und soll auch Lager, Werkstatt und Obergeschoss versorgen. Direkt daneben ist alles gut, zwei Räume weiter bricht die Verbindung ab. Verstärker verschlimmern das oft, weil sie sich die Sendezeit mit den Geräten teilen.

Viele Geräte auf engem Raum

Im Besprechungsraum sitzen zwölf Leute mit Rechner und Handy, dazu ein Bildschirm für die Übertragung. Die Abdeckung ist voll, trotzdem ruckelt die Videokonferenz. Hier fehlt nicht Reichweite, sondern Kapazität.

Die Verbindung reißt beim Gehen ab

Beim Weg vom Büro in die Halle bricht das Gespräch ab. Geräte halten an einer schwachen Funkzelle fest, solange sie noch irgendetwas empfangen. Ohne passende Einstellungen wechseln sie zu spät zum nächsten Access Point.

Gäste hängen im Firmennetz

Das Passwort für das Büro-WLAN kennen Besucher, Handwerker und ehemalige Mitarbeitende. Damit steht jedem Gerät der Weg zu Servern und Druckern offen. Ein eigenes Gastnetz löst das ohne Komfortverlust.

Was zur Planung und Einrichtung gehört.

Vom einzelnen Access Point bis zur Ausleuchtung eines ganzen Betriebs.

Begehung und Aufnahme

Wir gehen die Flächen ab, messen die vorhandene Abdeckung und schauen uns die Bauweise an. Gleichzeitig wird aufgenommen, was außerhalb funkt, denn Nachbarnetze belegen dieselben Kanäle.

Ausleuchtung planen

Auf dem Grundriss entsteht ein Plan mit Positionen, Reichweiten und Überlappungen. Ziel ist eine gleichmäßige Abdeckung mit genug Überlappung für den Wechsel, aber ohne dass sich Funkzellen gegenseitig ausbremsen.

Montage und Anschluss

Access Points gehören an die Decke oder hoch an die Wand, nicht in einen Schrank oder hinter einen Monitor. Der Anschluss erfolgt über Netzwerkkabel mit Stromversorgung über dieselbe Leitung, sodass keine Steckdose nötig ist.

Netze und Gäste-WLAN

Getrennte Zugänge für Team, Gäste und Geräte wie Kassen oder Maschinen. Das Gastnetz bekommt Internet und sonst nichts, auf Wunsch mit eigener Startseite und wechselndem Passwort.

Frequenzen und Kanäle

5 und 6 GHz für Tempo und Ruhe, 2,4 GHz für Reichweite und ältere Geräte. Die Kanäle werden so verteilt, dass sich benachbarte Access Points nicht überlagern, gerade in Gebäuden mit mehreren Etagen.

Wechsel zwischen Funkzellen

Damit Telefonate und Besprechungen beim Gehen nicht abreißen, werden Sendeleistung und Schwellen so eingestellt, dass Geräte rechtzeitig zum nächsten Access Point wechseln statt an der alten Zelle zu kleben.

Sonderbereiche

Hallen mit Metallregalen, Kühlräume, Werkstätten, Außenflächen und Hofbereiche haben eigene Anforderungen. Dort kommen andere Geräte, andere Montagepunkte und bei Außeneinsatz wetterfeste Gehäuse zum Einsatz.

Messung nach der Installation

Nach der Montage wird erneut gemessen und nachjustiert. Erst dann steht fest, ob die Planung in den echten Räumen aufgeht. Das Ergebnis bekommst du als Plan mit Positionen und Abdeckung.

Abdeckung ist nicht gleich Kapazität.

Der Balken am Handy zeigt nur, wie stark ein Signal ankommt. Er sagt nichts darüber, wie viele Geräte sich diese Funkzelle teilen. WLAN funktioniert wie ein Gespräch in einem Raum: Es redet immer nur einer, alle anderen warten. Je mehr Teilnehmer, desto länger die Wartezeit, auch bei vollem Balken.

Deshalb unterscheidet sich die Planung eines Lagers von der eines Besprechungsraums grundlegend. Im Lager geht es um Fläche mit wenigen Geräten, also um Reichweite. Im Besprechungsraum geht es um viele Geräte auf wenigen Quadratmetern, also um mehrere kleinere Funkzellen mit reduzierter Sendeleistung. Wer überall dasselbe Gerät mit voller Leistung aufhängt, bekommt beides nicht hin.

Was Funk im Gebäude bremst.

Stahlbeton, Aufzugsschächte, Brandschutztüren, Metallregale, Fahrstuhlkerne, verspiegelte Fenster und selbst gefüllte Getränkekisten dämpfen das Signal deutlich. Dazu kommen Störquellen auf 2,4 GHz: Mikrowellen, manche Funkgeräte in der Werkstatt, Bluetooth und die Netze der Nachbarn im gleichen Gebäude.

Bei BEMA Verpackungsabfall haben wir die WLAN-Planung für den neuen Standort übernommen, noch vor dem Umzug. Büroflächen und Betriebsbereiche werden getrennt betrachtet, damit mobile Geräte auch abseits der Schreibtische eine stabile Verbindung halten.

Von der Begehung zur Nachmessung.

  1. Begehung und Messung

    Wir laufen die Flächen ab, messen die aktuelle Lage und sprechen mit den Leuten, die dort arbeiten. Dabei kommt meist heraus, wo es wirklich hakt, und das ist selten die Stelle, die zuerst genannt wird.

  2. Plan und Angebot

    Auf dem Grundriss entstehen Positionen, Gerätetypen und Kabelwege. Daraus wird ein Angebot mit klarer Stückzahl. Bei Neubau oder Umbau planen wir so früh, dass die Leitungen vor dem Verputzen liegen.

  3. Montage und Einrichtung

    Access Points werden montiert, angeschlossen und eingerichtet: Netze, Gastzugang, Kanäle, Sendeleistung. Die Umstellung passiert meist an einem Tag, das alte Gerät kann bis dahin weiterlaufen.

  4. Nachmessen und feinjustieren

    Nach ein paar Tagen im echten Betrieb wird gemessen und nachgestellt, weil sich erst dann zeigt, wie sich Geräte und Menschen tatsächlich bewegen. Das Ergebnis geht in die Dokumentation.

Technik und Standards

  • WLAN-Ausleuchtung
  • Access Points
  • PoE (Strom über das Netzwerkkabel)
  • 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz
  • Kanalplanung
  • Gäste-WLAN
  • VLAN
  • UniFi
  • Grundrissplan

Geplant wird auf Basis der Räume, umgesetzt und nachgemessen mit UniFi, weil alle Funkzellen dort in einer Oberfläche sichtbar sind.

Was kostet eine WLAN-Planung? So entsteht der Preis.

Jedes Projekt wird einzeln kalkuliert, nach Umfang und Aufwand. Bei WLAN bestimmen Fläche, Bauweise und die Zahl der Access Points den größten Teil. Planung, Montage und Nachmessung sind eigene Schritte.

Kosten im Überblick

Fläche und Bauweise

Ein Bürogeschoss mit Leichtbauwänden braucht weniger Geräte als dieselbe Fläche in Stahlbeton oder eine Halle mit hohen Metallregalen.

Zahl der Access Points

Sie ergibt sich aus der Planung, nicht aus dem Gefühl. Jeder zusätzliche Punkt bedeutet Gerät, Kabelstrecke, Montage und Einrichtung.

Vorhandene Verkabelung

Liegen an den geplanten Stellen schon Leitungen, ist die Montage schnell erledigt. Fehlen sie, kommt die Verkabelung als eigener Posten dazu.

Besondere Bereiche

Außenflächen, Kühlräume, Werkstätten und hohe Decken verlangen andere Geräte, aufwendigere Montage und teilweise Arbeiten mit Hebebühne.

Fragen

Fragen zur WLAN-Planung. Kurz beantwortet.

Wie viele Access Points brauchen wir?

Das ergibt die Begehung. Faustformeln nach Quadratmetern führen in Gebäuden mit dicken Wänden oder hohen Regalen regelmäßig in die Irre. Wir messen vor Ort, sehen uns an, wo gearbeitet wird, und nennen danach eine konkrete Zahl statt einer Schätzung am Telefon.

Reicht nicht ein Verstärker?

Ein Verstärker wiederholt das Signal, teilt sich dabei aber die Sendezeit mit den Geräten. In der Praxis wird es dadurch oft langsamer statt besser. Ein zusätzlicher Access Point am Kabel ist die saubere Lösung, weil er eine eigene Funkzelle mit voller Geschwindigkeit aufbaut.

Planen wir das schon beim Neubau mit?

Unbedingt. Wenn die Positionen vor dem Verputzen feststehen, liegen die Leitungen dort, wo sie gebraucht werden, und die Geräte verschwinden unauffällig an der Decke. Nachträglich ist das immer aufwendiger. Auch bei einem Umzug lohnt der Blick in die neuen Räume vor der Übergabe.

Ist ein Gäste-WLAN Pflicht?

Pflicht nicht, sinnvoll fast immer. Besucher, Handwerker und private Handys gehören nicht in dasselbe Netz wie Buchhaltung und Server. Ein Gastzugang lässt sich mit eigenem Passwort, zeitlicher Begrenzung und auf Wunsch mit einer kurzen Startseite einrichten.

Haftet der Betrieb für das, was Gäste tun?

Seit der Abschaffung der Störerhaftung ist die Lage für offene Netze deutlich entspannter. Trotzdem gilt: Ein getrenntes Gastnetz mit eigenem Passwort ist der ruhigere Weg. Für eine rechtliche Einschätzung im Einzelfall ist eine Anwaltskanzlei zuständig, wir richten die technische Seite ein.

Funktioniert WLAN auch im Hof oder in der Halle?

Ja, mit passenden Geräten. Für Außenbereiche gibt es wetterfeste Access Points, für Hallen Varianten mit gerichteter Abstrahlung, die den Gang zwischen den Regalen ausleuchten statt die Decke. Wichtig ist die Stelle, an der montiert wird, und dort entscheidet die Begehung.

Antwort innerhalb eines Werktags

Erzähl uns, was ansteht.

Das erste Gespräch ist kostenfrei, 30 Minuten am Telefon oder im Online-Meeting. Per Formular, E-Mail, Telefon oder WhatsApp.