Netzwerk und Verkabelung

Netzwerktechnik und Verkabelung für Büros und Betriebe

Netzwerkschrank, Patchfeld, Switches und getrennte Netze. Sauber aufgelegt, beschriftet und dokumentiert, damit im Störungsfall niemand raten muss.

Alles, was oben läuft, hängt unten am Kabel.

Warenwirtschaft, Telefonie, Kassen, Kameras und Besprechungen laufen heute über dasselbe Netz. Solange es funktioniert, denkt niemand darüber nach. Sobald es stockt, fällt vieles gleichzeitig aus, und die Suche beginnt bei einem Schrank, in dem dreißig gleich aussehende Kabel stecken.

Wir bauen Netze so auf, dass sie im Alltag unauffällig bleiben und im Notfall lesbar sind. Dazu gehört handwerkliche Arbeit am Netzwerkschrank: aufbauen, Kabel auflegen, patchen, beschriften und ordnen. Die Leitungen im Gebäude verlegt ein Elektrobetrieb nach unserer Planung. Dazu gehört die aktive Technik: Switches, Router, getrennte Netzbereiche und ein Zugang von außen, wenn er gebraucht wird.

Diese Seite behandelt Kabel und Geräte. Die Funkabdeckung planen wir getrennt, siehe WLAN-Planung für Unternehmen. Welches System wir für Gateway, Switches und Access Points meistens einsetzen, steht unter UniFi-Installation.

Was wir in Serverräumen vorfinden.

Der Schrank ist gewachsen

Über Jahre kam Gerät um Gerät dazu, jedes mit eigenen Kabeln. Beschriftet ist nichts, die Patchkabel hängen in Schlaufen vor den Anschlüssen. Wer einen Arbeitsplatz verlegen will, zieht testweise Stecker und schaut, wer sich meldet.

Zu wenig Anschlüsse

Ursprünglich waren zwei Dosen je Raum geplant, inzwischen hängen dort Rechner, Drucker, Telefon, Bildschirm mit Netzwerk und ein Besprechungsgerät. Die Lücke füllen kleine Switches unter den Tischen, die niemand verwaltet und die bei jedem Stromausfall neu gestartet werden müssen.

Alles hängt im selben Netz

Buchhaltung, Kasse, Kameras, Produktionsmaschinen und das Gäste-WLAN teilen sich eine Umgebung. Ein befallenes Gerät erreicht damit sofort alles andere. Getrennte Bereiche sind die einfachste Maßnahme, um das zu begrenzen.

Es stockt, aber niemand weiß wo

Große Dateien brauchen ewig, Videobesprechungen ruckeln an einem bestimmten Platz. Oft liegt es an einer alten Strecke, die nur einen Bruchteil der möglichen Geschwindigkeit schafft, oder an einer Dose, die vor Jahren beschädigt wurde.

Was zu einer sauberen Verkabelung gehört.

Vom einzelnen Anschluss bis zum kompletten Neuaufbau eines Schranks.

Aufnahme und Planung

Wo wird gearbeitet, welche Geräte kommen hinzu, wo laufen bestehende Leitungen. Daraus entsteht ein Plan mit Anzahl und Lage der Anschlüsse, der auch spätere Arbeitsplätze berücksichtigt.

Anschlüsse planen

Wie viele Dosen in welchem Raum, welcher Kabeltyp, wo der Schrank steht. Verlegt werden die Leitungen vom Elektrobetrieb, wir übernehmen alles ab dem Schrank. Geplant wird mit Cat.6a, das trägt auch schnellere Anschlüsse, die erst in einigen Jahren gebraucht werden.

Netzwerkschrank und Patchfeld

Die Strecken laufen auf ein Patchfeld, also eine Reihe beschrifteter Anschlüsse im Schrank. Von dort geht es mit kurzen Kabeln in den Switch. Geräte sitzen auf Fachböden statt auf dem Schrankboden, Kabel laufen geführt statt quer.

Switches und Stromversorgung über Kabel

Verwaltbare Switches in passender Größe, mit Reserve für die nächsten Jahre. Über PoE (Strom über das Netzwerkkabel) versorgt dasselbe Kabel Access Points, Telefone und Kameras mit Strom, damit dort keine Steckdose gebraucht wird.

Getrennte Netze und Zugang von außen

Büro, Produktion, Kasse, Kameras und Gäste laufen in eigenen Bereichen auf derselben Verkabelung. Wer von unterwegs arbeitet, kommt über eine verschlüsselte VPN-Verbindung herein statt über offene Zugänge.

Beschriftung und Dokumentation

Jede Dose, jedes Patchfeld und jeder Anschluss im Switch bekommt dieselbe Bezeichnung. Dazu ein Plan, der zeigt, welche Dose zu welchem Anschluss gehört. Diese Unterlage gehört dem Betrieb.

Messung und Abnahme

Jede Strecke wird nach dem Auflegen geprüft, damit eine beschädigte Ader oder eine vertauschte Belegung sofort auffällt und nicht erst Monate später als schwer auffindbare Störung.

Stromversorgung im Schrank

Saubere Verteilung, ausreichend Anschlüsse und bei Bedarf eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, damit Router und Switches einen kurzen Ausfall überstehen und Geräte nicht hart abschalten.

Beschriftung klingt banal, spart aber Stunden.

In einem unbeschrifteten Schrank kostet jede Änderung Zeit. Ein Arbeitsplatz zieht in einen anderen Raum, und jemand sucht mit einem Prüfgerät die zugehörige Strecke. In einem beschrifteten Schrank ist derselbe Vorgang ein Blick auf den Plan und ein umgestecktes Kabel. Bei einer Störung gilt dasselbe: Man sieht sofort, welcher Bereich betroffen ist.

Bei BEMA Verpackungsabfall haben wir das Netzwerk für den bevorstehenden Umzug vorbereitet. Der Netzwerkschrank ist komplett verkabelt, WLAN und Internetanschluss für den neuen Standort sind geplant, und eine UniFi Dream Machine arbeitet als zentrales Gerät für Netzwerk und Funk.

Getrennte Netze auf denselben Kabeln.

Ein VLAN ist ein abgetrennter Bereich innerhalb derselben Verkabelung. Für die Geräte sieht es aus, als hingen sie in getrennten Netzen, obwohl dieselben Kabel und Switches benutzt werden. So bekommt das Gäste-WLAN Internet, aber keinen Weg zur Buchhaltung. Kameras und Maschinen laufen für sich, und eine Kasse bleibt dort, wo sie hingehört.

Der Aufwand dafür entsteht einmal bei der Einrichtung. Im Betrieb merkt davon niemand etwas, außer im Ernstfall: Wenn ein Gerät befallen wird, bleibt der Schaden auf seinen Bereich begrenzt, statt sich im ganzen Haus auszubreiten.

Von der Begehung zur fertigen Dokumentation.

  1. Begehung und Plan

    Wir sehen uns Räume, vorhandene Leitungen und den Schrank an und halten fest, was gebraucht wird. Daraus entsteht ein Plan mit Anschlüssen, Wegen und Geräten, abgestimmt auf die nächsten Jahre.

  2. Leitungen im Gebäude

    Die Strecken und Dosen setzt ein Elektrobetrieb nach unserem Plan, einschließlich Durchbrüchen und Arbeiten am Strom. Wir stimmen die Anschlüsse vorher ab, damit am Schrank alles zusammenpasst.

  3. Schrank aufbauen

    Patchfeld, Switches, Router und Zubehör kommen in den Schrank, die Strecken werden aufgelegt und die Netze eingerichtet. Wo möglich geschieht das parallel zum laufenden Betrieb.

  4. Messen, beschriften, übergeben

    Jede Strecke wird geprüft, alles beschriftet und der Plan fertiggestellt. Zum Abschluss gehen wir die Unterlagen gemeinsam durch, damit im Betrieb jemand weiß, wo er nachsehen kann.

Material und Technik

  • Cat.6a
  • Patchfeld
  • 19-Zoll-Schrank
  • Verwaltbare Switches
  • PoE
  • VLAN
  • VPN
  • UniFi
  • USV
  • Messprotokoll

Verbreitete Komponenten statt Sonderteile, damit Ersatz kurzfristig verfügbar ist und jeder Fachbetrieb damit arbeiten kann.

Was kostet ein Firmennetzwerk? So entsteht der Preis.

Feste Preise gibt es nicht, kalkuliert wird nach Umfang und Aufwand. Am Schrank hängt fast alles an der Zahl der Anschlüsse und am Zustand der vorhandenen Technik. Die aktive Technik kommt als eigener Posten dazu, die Leitungen im Gebäude rechnet der Elektrobetrieb ab.

Kosten im Überblick

Zahl der Anschlüsse

Jede Dose bedeutet eine eigene Strecke, eine Auflegung im Patchfeld und einen Anschluss im Switch. Das ist der Posten, der den Umfang am stärksten bestimmt.

Bauliche Verhältnisse

Ein Neubau mit leeren Kanälen ist schnell fertig. Bestandsgebäude mit dicken Wänden, Brandabschnitten oder denkmalgeschützten Bereichen brauchen mehr Zeit und Abstimmung.

Aktive Technik

Größe und Anzahl der Switches, Bedarf an PoE, Anforderungen an Router und Firewall. Hier entscheidet, was heute angeschlossen wird und was in den nächsten Jahren dazukommen soll.

Zustand des Bestands

Vorhandene Strecken lassen sich oft weiterverwenden. Wenn Belegung, Alter oder Zustand dagegen sprechen, wird daraus ein Neuaufbau statt einer Ergänzung.

Fragen

Fragen zur Netzwerktechnik. Kurz beantwortet.

Reicht WLAN nicht aus?

Für Handys, Tablets und Besucher ja. Für feste Arbeitsplätze, Drucker, Server, Kassen und Telefone ist Kabel die bessere Wahl, weil es stabil bleibt, wenn viele Geräte gleichzeitig funken. Gutes WLAN braucht ohnehin Kabel, denn jeder Access Point hängt an einer Leitung.

Müsst ihr Wände aufstemmen?

Das übernehmen wir nicht selbst. Leitungen, Durchbrüche und Bohrungen macht ein Elektrobetrieb. Wir planen vorher, wo welche Anschlüsse gebraucht werden, und übernehmen ab dem Schrank.

Cat.6a oder reicht auch eine ältere Kategorie?

Das Kabel liegt zwanzig Jahre in der Wand, die Geräte davor wechseln mehrfach. Deshalb planen wir Cat.6a ein: Der Mehraufwand gegenüber älteren Kategorien ist gering, und die Strecke trägt auch schnellere Anschlüsse, die später Standard werden.

Kann unser Elektriker das nicht machen?

Ja, das Verlegen der Leitungen ist genau seine Aufgabe, und wir arbeiten dabei gern zusammen. Wir übernehmen die Planung der Anschlüsse und alles ab dem Schrank: auflegen, patchen, Switches einrichten und die Netze trennen. Genau dort entstehen die Störungen, die später schwer zu finden sind.

Läuft der Betrieb während der Arbeiten weiter?

In der Regel ja. Neue Strecken werden parallel gelegt, während das alte Netz läuft. Nur beim Umbau des Schranks und beim Umstecken gibt es eine kurze Unterbrechung, und die legen wir in eine Randzeit oder auf einen ruhigen Tag.

Braucht ein kleiner Betrieb wirklich getrennte Netze?

Sobald Gäste, Kameras, eine Kasse oder Maschinen im Spiel sind, lohnt sich die Trennung. Der Aufwand entsteht einmalig bei der Einrichtung und begrenzt später den Schaden, wenn ein einzelnes Gerät befallen wird. Bei vier Rechnern ohne Besucher reicht dagegen ein einfacher Aufbau.

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