Google-Unternehmensprofil optimieren: 12 Schritte zu mehr Sichtbarkeit
Ein Google-Unternehmensprofil, früher Google My Business, hat die besten Chancen auf Sichtbarkeit, wenn es vollständig, richtig und gepflegt ist: echter Name, passende Kategorie, alle Angaben, eigene Fotos, regelmäßige Beiträge und beantwortete Bewertungen. Diese Anleitung führt in zwölf Schritten durch das Profil, von der Inhaberschaft bis zur monatlichen Kontrolle.

Kurz gesagt
- Im Profil steht der echte Unternehmensname. Zusätze wie Ort oder Leistung verstoßen gegen die Richtlinien von Google und können zur Sperrung führen.
- Die Hauptkategorie verdient die meiste Sorgfalt, weil sie bestimmt, bei welchen Suchen das Profil überhaupt in Frage kommt.
- Eigene Fotos, Beiträge und Antworten auf Bewertungen zeigen Suchenden, dass hinter dem Eintrag ein aktiver Betrieb steht.
- Inhaber des Profils bleibt immer der Betrieb. Wer es optimieren lässt, gibt dem Dienstleister nur Verwaltungsrechte.
Wonach Google die Einträge in der Karte sortiert
Sucht jemand nach einer Leistung in der Nähe, zeigt Google über den normalen Treffern eine Karte mit wenigen Einträgen. Welche Betriebe dort stehen, hängt nach Googles eigener Darstellung an drei Größen: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.
Die Entfernung zum Suchenden lässt sich nicht beeinflussen. Die beiden anderen Größen schon: Relevanz entsteht durch genaue Angaben im Profil, Bekanntheit durch Bewertungen, Erwähnungen im Web und eine gute Website. Genau dort setzen die zwölf Schritte an.
Schritt 1 bis 4: Die Grundlage muss stimmen
Die ersten vier Schritte legen fest, bei welchen Suchen das Profil erscheinen kann. Fehler an dieser Stelle gleicht später kein Foto aus.
- Inhaberschaft bestätigen. Viele Profile hat Google automatisch angelegt, ohne dass sie je jemand übernommen hat. Erst nach der Bestätigung lassen sich alle Angaben ändern. Welchen Weg Google dafür anbietet, etwa ein kurzes Video, einen Anruf oder eine Postkarte, hängt vom Betrieb ab.
- Den echten Unternehmensnamen eintragen. Der Name steht im Profil so wie auf dem Firmenschild, auf Rechnungen und auf der Website. Ort, Leistung oder Werbespruch gehören nicht dazu, auch wenn Mitbewerber es so machen. Google kann solche Profile sperren.
- Kategorien sorgfältig wählen. Die Hauptkategorie beschreibt, was der Betrieb ist, und zwar so genau wie möglich. Eine Schreinerei wählt die Kategorie für Schreiner und keine allgemeine für Handwerker. Nebenkategorien decken weitere Schwerpunkte ab, aber nur solche, die es im Betrieb wirklich gibt.
- Adresse oder Einzugsgebiet festlegen. Ein Betrieb mit Laden, Praxis oder Büro für Kundenbesuch zeigt seine Adresse. Wer zum Kunden fährt und niemanden empfängt, blendet die Adresse aus und trägt stattdessen die Orte ein, in denen gearbeitet wird.
Nach unserer Erfahrung hat die Hauptkategorie mehr Einfluss als fast jede andere Angabe. Es lohnt sich, die Liste von Google in Ruhe durchzugehen und nachzusehen, welche Kategorie gut platzierte Mitbewerber gewählt haben.
Schritt 5 bis 8: Angaben, die Suchende brauchen
Wer ein Profil öffnet, will in wenigen Sekunden drei Dinge wissen: Hat der Betrieb offen, bietet er das Gesuchte an, und wie ist er zu erreichen?
- Öffnungszeiten pflegen. Dazu gehören abweichende Zeiten an Feiertagen, in den Betriebsferien und an Brückentagen. Steht jemand vor verschlossener Tür, obwohl das Profil „geöffnet“ meldet, folgt oft eine schlechte Bewertung.
- Kontaktwege einheitlich angeben. Telefonnummer, Adresse und Website stehen im Profil in derselben Schreibweise wie auf der Website und im Impressum. Gibt es eine Online-Terminbuchung, bekommt sie ihren eigenen Link.
- Leistungen und Merkmale eintragen. Das Profil hat eine eigene Liste für Leistungen, je nach Branche auch für Produkte. Jeder Eintrag bekommt einen klaren Namen und ein bis zwei erklärende Sätze. So kann Google das Profil auch Suchen nach der konkreten Arbeit zuordnen, etwa „Heizung warten“ statt nur „Heizungsbauer“. Dazu kommen die Merkmale, die Google je Branche anbietet, zum Beispiel ein barrierefreier Eingang oder Termine online.
- Beschreibung schreiben. Wenige Sätze reichen: Was macht der Betrieb, für wen, in welchem Gebiet, und was unterscheidet ihn? Aufzählungen von Suchbegriffen, Sonderangebote und Internetadressen haben dort nichts verloren.
Schritt 9 bis 12: Das Profil aktiv halten
Ein vollständiges Profil ist der Anfang. Ob jemand anruft, entscheidet sich an dem, was danach regelmäßig dazukommt.
- Eigene Fotos hochladen. Außenansicht mit Eingang, Innenräume, Team, Fahrzeuge und fertige Arbeiten, dazu Logo und Titelbild. Echte Aufnahmen aus dem Betrieb wirken glaubwürdiger als gekaufte Bilder. Fehlt brauchbares Material, lohnt sich ein Termin für Fotos im Betrieb.
- Beiträge veröffentlichen. Neuigkeiten, Angebote und Veranstaltungen lassen sich direkt im Profil posten: der neue Mitarbeiter, die Aktion zum Saisonstart, ein abgeschlossenes Projekt mit Bild. Ein fester Rhythmus zählt mehr als die Menge, für die meisten Betriebe passt ein Beitrag alle ein bis zwei Wochen.
- Bewertungen beantworten. Jede Bewertung bekommt eine kurze, persönliche Antwort, die freundliche wie die kritische. Bei Kritik gilt: sachlich bleiben, keine Details über den Kunden nennen und ein Gespräch anbieten.
- Zahlen ansehen und Termin setzen. Das Profil zeigt, wie oft es aufgerufen wurde, über welche Suchbegriffe, und wie viele Anrufe und Routenanfragen daraus entstanden sind. Ein fester Termin im Monat reicht, um diese Zahlen anzusehen und alle Angaben aktuell zu halten.
Mehr Bewertungen, ohne gegen Regeln zu verstoßen
Bewertungen zählen zur Bekanntheit, und für viele Suchende geben sie den Ausschlag, wen sie anrufen. Zufriedene Kunden bewerten erfahrungsgemäß selten von sich aus. Es hilft ein fester Ablauf:
- Den Bewertungslink aus dem Profil kopieren und als QR-Code auf Rechnung, Visitenkarte oder Abholschein drucken.
- Im richtigen Moment fragen: bei der Abnahme, nach dem gelösten Problem, wenn sich jemand bedankt.
- Den Link nach dem Auftrag per E-Mail oder Nachricht schicken, mit einem Satz Dank und ohne Vorgaben zum Inhalt.
Tabu sind gekaufte Bewertungen, Gutscheine oder Rabatte als Gegenleistung, Bewertungen durch das eigene Team und die Bitte nur an Kunden, die sicher zufrieden sind. All das untersagen die Richtlinien von Google. Bewertungen können gelöscht und Profile eingeschränkt werden.
Diese fünf Fehler kosten Sichtbarkeit
| Fehler | Was daraus folgt | Besser so |
|---|---|---|
| Ort oder Leistung im Namen | Verstoß gegen die Richtlinien, im schlechten Fall wird das Profil gesperrt | Nur der echte Unternehmensname |
| Zu allgemeine Hauptkategorie | Das Profil passt zu keiner Suche richtig | Die genaueste Kategorie, die zutrifft |
| Veraltete Öffnungszeiten | Verärgerte Kunden und Korrekturen durch Nutzer | Zeiten und Feiertage im Kalender vormerken |
| Nur gekaufte Bilder | Der Eintrag wirkt austauschbar | Eigene Aufnahmen, regelmäßig ergänzt |
| Bewertungen ohne Antwort | Kritik bleibt unkommentiert stehen | Jede Bewertung zeitnah beantworten |
Ein weiterer Punkt wird oft übersehen: Auch Nutzer und Google selbst können Änderungen am Profil vorschlagen oder vornehmen. Wer regelmäßig hineinschaut, bemerkt falsche Öffnungszeiten oder eine geänderte Kategorie, bevor Kunden es tun.
Selbst optimieren oder optimieren lassen?
Die meisten der zwölf Schritte brauchen keine Technik, nur einen ruhigen Nachmittag und den Zugang zum Profil. Optimieren lassen lohnt sich, wenn im Betrieb niemand Zeit dafür findet, das Profil doppelt angelegt oder gesperrt ist oder die Bestätigung nicht gelingt. Ein Dienstleister prüft dann Kategorien, Leistungen und Angaben, richtet einen Ablauf für Bewertungen ein und bringt Profil, Website und Ortsseiten auf denselben Stand.
Beim Zugang gilt eine klare Regel: Inhaber bleibt der Betrieb. Ein Dienstleister wird als weitere Person mit Verwaltungsrechten hinzugefügt und lässt sich jederzeit wieder entfernen. Wie wir das Profil zusammen mit Bewertungen und Ortsseiten betreuen, beschreibt unsere Seite zu Local SEO.
Profil und Website gehören zusammen
Das Profil verweist auf die Website, und beide sollten dasselbe sagen. Jede Leistung, die im Profil steht, verdient auf der Website eine eigene Seite mit mehr als drei Zeilen. Wer in mehreren Orten arbeitet, braucht zusätzlich Seiten für die wichtigsten Orte, denn das Profil allein deckt vor allem die nähere Umgebung ab.
Umgekehrt hilft eine gut gebaute Website dem Profil, weil die Platzierung in den normalen Suchergebnissen zur Bekanntheit zählt. Die Grundlagen dafür stehen auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung. Wie die eigene Website bei Google dasteht, sehen wir uns im Website-Check an und besprechen es im kostenfreien Erstgespräch.
Was sich nicht versprechen lässt
Kein Schritt aus dieser Liste sichert einen Platz unter den ersten Einträgen. Die Entfernung zum Suchenden bleibt ein fester Faktor, und in Branchen mit vielen gut gepflegten Profilen liegen die Betriebe eng beieinander. Sicher ist etwas anderes: Ein unvollständiges oder falsches Profil verschenkt Anfragen, die der Betrieb sonst bekommen hätte.









